Neue Rechte oder alter Konservatismus? http://uniantifa.blogsport.de Von Tradition und Heimat, Nationalismus und Rassismus. Eine Kritik der Neuen Rechten. Mon, 10 Nov 2014 17:23:09 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en [27.11.14] Zu groß für Europa – deutscher Nationalismus revisited. http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/27-11-14-zu-gross-fuer-europa-deutscher-nationalismus-revisited/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/27-11-14-zu-gross-fuer-europa-deutscher-nationalismus-revisited/#comments Mon, 10 Nov 2014 17:23:06 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/27-11-14-zu-gross-fuer-europa-deutscher-nationalismus-revisited/ Referentin: Anika Baunack
Raum: Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A
Donnerstag, 27. November 2014, 18:30 Uhr

„Wir sind alle Weltmeister!“ rief Fußball-Bundestrainer Joachim Löw bei der Siegesfeier anlässlich der gewonnen Weltmeisterschaft 2014 den jubelnden Massen am Brandenburger Tor entgegen. Er sprach damit nicht nur den anwesenden Fußballfans aus dem Herzen, sondern brachte auch das nationale Selbstverständnis der Deutschen im Jahr 2014 auf den Punkt. Stellte die Fußball-WM 2006 noch einen Tabubruch dar bezüglich eines „entkrampften Nationalismus“ der Deutschen, schien der errungene Titel der WM 2014 die deutsche Nation auf der Höhe ihrer Macht in Europa symbolisch zu krönen, und damit indirekt alle die sich zu ihr bekennen. Der Vortrag widmet sich vor dem Hintergrund der derzeit hegemonialen Position Deutschlands in Europa der Frage nach den Charakteristika des aktuellen deutschen Nationalismus und seiner Entwicklung seit der letzten Fußball-WM 2006. Hat sich das Konzept nationaler Identität in Deutschland seit dem „Sommermärchen“ verändert? Und wenn ja, wie? Auch der aggressive deutsche Nationalismus, der derzeit relativ unverhohlen im Hinblick auf das Europa der Krise im öffentlichen Diskurs verbreitet wird, sowie Tendenzen der Renationalisierung in Europa werden dabei in den Blick genommen.

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[02.12.14] Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich. http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/02-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/02-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/#comments Mon, 10 Nov 2014 17:22:50 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/02-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/ Referent_innen:Herausgeber_innen „Völkische Verbindungen – Beiträge vom deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich
Raum: Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A
Dienstag, 02. Dezember 2014, 18:30 Uhr

Bereits zum 60. Mal jährte sich 2014 die Veranstaltung des Balls des Wiener Korporationsrings, einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass der Ball auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Front National oder Pro NRW teil. Die Repressionen der Polizei gegen die Proteste, insbesondere die Inhaftierung von Josef S. aus Jena, haben in diesem Jahre eine neue Dimension erreicht.
Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

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[08.12.14] Die Identitären – Buchvorstellung. http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/08-12-14-die-identitaeren-buchvorstellung/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/08-12-14-die-identitaeren-buchvorstellung/#comments Mon, 10 Nov 2014 17:22:25 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/08-12-14-die-identitaeren-buchvorstellung/ Referent: Kathrin Glösel, Natascha Strobl, Julian Bruns
Raum: T-Stube, Allende-Platz 1
Montag, 08. Dezember 2014, 18:30 Uhr

Die Identitären, deren Anfänge um das Jahr 2002 auszumachen sind, verstehen sich als Jugendbewegung der ›Neuen Rechten‹ in Europa. Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ablegergruppen gegründet. Basierend auf Text-, Bild- und Videomaterial, den Gruppen-Standpunkten, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen analysieren die Autor_innen Ideologie, Aktionismus und Netzwerke der Aktivist_innen. Das Buch beleuchtet die Verbreitung in Europa, die Verortung der Identitaeren in der ›Neuen Rechten‹, ihre Ideologien und deren historisch-theoretischen Unterbau, die Kommunikationsstrategien sowie ihre Qualifikation als Jugendbewegung. In einem Vortrag werden Chronologie, Referenzen, Ideologie und
Aktivist_innen vorgestellt.

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[11.12.14] Die Debatte um „Armutsmigration“ in Zeiten der Krise in Europa. http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/11-12-14-die-debatte-um-armutsmigration-in-zeiten-der-krise-in-europa/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/11-12-14-die-debatte-um-armutsmigration-in-zeiten-der-krise-in-europa/#comments Mon, 10 Nov 2014 17:22:12 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/11-12-14-die-debatte-um-armutsmigration-in-zeiten-der-krise-in-europa/ Referent: Sebastian Friedrich
Raum: Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A
Donnerstag, 11. Dezember 2014, 18:30 Uhr

Seit dem 1. Januar 2014 gilt in der EU die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit auch für Bürger_innen der EU-Staaten Rumänien und Bulgarien. Das geht der CSU zu weit und fordert “Wer betrügt, der fliegt”. Die Kampagne reiht sich ein in Entwicklungen des Einwanderungsdiskurs und europäischer Migrations- und Armutspolitiken, die sich vor dem Hintergrund aktueller Krisendynamiken vollziehen. Chiffren dieser Debatten sind „kluge Köpfe“ sowie „Wirtschafts-“ und „Armutsmigranten“. In Bezug auf aktuelle Diskussionen um „Armutsmigration“ ist es wichtig, die dominanten Zuschreibungs- und Repräsentationspraxen in den Blick zu nehmen, weil dadurch bestehende Ungleichheiten plausibilisiert werden. Eine Kritik, die sich darauf beschränkt, läuft allerdings Gefahr, der Reichweite des Rassismus als sozialem Herrschaftsverhältnis nicht
gerecht zu werden, denn es drohen Klassenverhältnisse und aktuelle Prozesse autoritärer Migrations- und Armutspolitiken aus dem Blick zu
geraten.

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[08.01.2015] Die europäische extreme Rechte nach der EU-Wahl. http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/08-01-2015-die-europaeische-extreme-rechte-nach-der-eu-wahl/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/08-01-2015-die-europaeische-extreme-rechte-nach-der-eu-wahl/#comments Mon, 10 Nov 2014 17:21:45 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/08-01-2015-die-europaeische-extreme-rechte-nach-der-eu-wahl/ Referent: Andreas Speit
Raum: Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A
Donnerstag, 08. Januar 2014, 18:30 Uhr

Bei der Europawahl 2014 gelang es verschiedensten Parteien des rechten Rands aus zahlreicher europäischer Ländern in das Europaparlament. Seit Jahren eint diese Parteien und Bewegungen zwischen Rechtspopulismus und Neonazismus das Nein zur Europäischen Union. Ein Nein zur EU bedeutete aber kein Nein zur Europawahl. In Brüssel wollen sie sich gegen das »Völkergefängnis«, das »Bürokraten, Wirtschaftslobbyisten und Einwanderungsideologen errichtet« hätten, einsetzen. Dabei greifen Sie bestehende Sorgen wegen des Euro sowie der europäischen Finanzpolitik auf. Ebenso versuchen sie sich verfestigende Ängste und rassistische Ressentiments gegenüber Migrant_innen und einer islamischen Kultur in Europa zu nutzen. Von den gesellschaftlichen Rändern bewegen sich auch subkulturelle Netzwerke zur Mitte der Politik. Wie viel Gefahr droht Europa von rechts?

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[15.01.2015] Geschlechterkonstruktionen in der extremen Rechten http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/15-01-2015-geschlechterkonstruktionen-in-der-extremen-rechten/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/15-01-2015-geschlechterkonstruktionen-in-der-extremen-rechten/#comments Mon, 10 Nov 2014 17:21:29 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/15-01-2015-geschlechterkonstruktionen-in-der-extremen-rechten/ Referentin: Regina Wamper (Duisburger Institut für Sozialforschung)
Raum: Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A
Donnerstag, 15. Januar 2015, 18:30 Uhr

2011 verübte Anders Breivik in Norwegen zwei Anschläge, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen. In seinen Begründungen führte er u.a. an, dass die der Fortbestand der „europäischen Zivilisation“ davon abhängen würde, „wie standhaft europäische Männer Widerstand gegen den politisch korrekten Feminismus leisten“. Einige Monate später wurde die Mordserie des NSU einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Als eine von drei HaupttäterInnen steht seit Ende 2012 Beate Zschäpe vor Gericht. In der bundesdeutschen Medienlandschaft wurde sie nicht selten als Mitläuferin und „Nazi-Braut“ betitelt. Die Anschläge von Norwegen und die Mordserie des NSU markieren eine notwendige Debatte. Welche Rolle spielt Geschlechterpolitik innerhalb der extremen Rechten? Welche Relevanz hat Antifeminismus? Wie verhält sich die Verhandlung zum Thema Geschlecht zu dem von der extremen Rechten erklärten Ziel der „Volksgemeinschaft“, welche Rolle spielt das Thema für den Nationalismus, den Rassismus? Diesen Fragen wird die Referentin nachgehen und einen Überblick über Geschlechterkonstruktionen in der extremen Rechten geben.

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Ausschlusserklärung für die Veranstaltungen der Uni Antifa im Wintersemester 2014/2015 http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/ausschlusserklaerung-fuer-die-veranstaltungen-der-uni-antifa-im-wintersemester-20142015/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/ausschlusserklaerung-fuer-die-veranstaltungen-der-uni-antifa-im-wintersemester-20142015/#comments Mon, 03 Nov 2014 12:40:10 +0000 Administrator Veranstaltungen http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/ausschlusserklaerung-fuer-die-veranstaltungen-der-uni-antifa-im-wintersemester-20142015/ Als Veranstalter_innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

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Neue Rechte oder alter Konservatismus? Von Tradition und Heimat, Nationalismus und Rassismus. Eine Kritik der Neuen Rechten [2.0] http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/neue-rechte-oder-alter-konservatismus-von-tradition-und-heimat-nationalismus-und-rassismus-eine-kritik-der-neuen-rechten-2-0/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/neue-rechte-oder-alter-konservatismus-von-tradition-und-heimat-nationalismus-und-rassismus-eine-kritik-der-neuen-rechten-2-0/#comments Mon, 03 Nov 2014 12:34:13 +0000 Administrator Allgemein Zum Hintergrund http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/neue-rechte-oder-alter-konservatismus-von-tradition-und-heimat-nationalismus-und-rassismus-eine-kritik-der-neuen-rechten-2-0/ Im vergangenen Wintersemester fand nach langer Zeit wieder eine Veranstaltungsreihe zur Neuen Rechten am Campus der Universität Hamburg statt. In sechs Veranstaltungen wurden Strukturen und ideologische sowie historische Bezüge der sogenannten Neuen Rechten analysiert und aufgeklärt. An diese Veranstaltungen wollen wir im kommenden Wintersemester anschließen und die thematische Auseinandersetzung fortführen. Anlass für diese Reihe war und ist die zunehmende Präsenz rechter Strukturen an der Universität Hamburg. Auf diese Aktivitäten gilt es zu reagieren und in die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Ideologien der neuen Rechten zu treten.

Von Strategie und Ideologie: Die Universität als Aktionsfeld
Die Neue Rechte reorganisiert extrem rechte Positionen in neuer Sprache und greift so strategisch in der Gesellschaft vorhandene Ressentiments auf. Begriffe des (völkischen) Nationalismus wie „Rasse“ werden vermieden und im Konzept des Ethnopluralismus durch eine vermeintliche natürliche Differenz zwischen Ethnien beziehungsweise Nationen ersetzt. Gegen eine „multikulturelle“ Gesellschaft müssen, dieser Ansicht nach, die Differenzen bewahrt werden. Die rassistische Artikulierung der Ungleichwertigkeit bleibt die gleiche. Sie ist nur ansprechender verpackt. Neben der Sichtbarmachung der gesellschaftlichen Funktionsweise neu-rechter Begriffe geht es darum diese Anschlussversuche in politischen Diskursen zu benennen, zu deligitimieren und gemeinsam zurück zu drängen. Denn diese können die ideologische Rechtfertigung für Diskriminierungen und Gewalttaten gegen Menschen, die als „abweichend“ konstruiert werden, bilden. Auch der Campus kann als gesellschaftliches Aktionsfeld für neu-rechte Strukturen verstanden werden, wenn Studentenverbindungen wie die Germania Plakate gegen Flüchtlinge aufhängen. Hier haben Studentenverbindungen oder Identitäre die Möglichkeiten chauvinistische Konzepte zum Ausschluss von Frauen*, nicht-weißen Personen, Menschen mit Behinderungserfahrungen oder Menschen, die nicht der heteresexuellen Norm entsprechend leben, zu prägen und zu verbreiten.

Vom Rassismus der extremen Rechten zur Mitte der Gesellschaft.
Ziel unserer Veranstaltungsreihe ist es nicht bei der Beschäftigung rassistischer und neonazistischen Strukturen stehen zu bleiben, sondern das bekannte Terrain zu verlassen und die ominöse „Mitte der Gesellschaft“ und „Grauzone“ einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Rassistische Positionen gibt es nicht allein in der neonazistischen Subkultur. Es gibt sie ebenfalls in der Mehrheitsgesellschaft. Wir wollen uns mit ideologischen Überschneidungen beschäftigen und ebenso versuchen für diese gesellschaftliche Entwicklungen Erklärungen zu finden:
Wie können die guten Wahlergebnisse der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland erklärt werden? Welche Wandlung von Nationalismus geht mit Euro-Krise beziehungsweise der Männerfußball-WM einher? Wie rechts ist Europa im Moment? Wie agieren rechte Gruppierungen in dieser politischen Situation?

Von Solidarität und Emanzipation: Same procedure as every year!
Die Veranstaltungen dieser Reihe mögen Ansatzpunkte für widerständiges Handeln liefern. Wir sind ein Veranstaltungskreis aus verschiedenen an der Uni aktiven Gruppen. Auch, da insbesondere die Uni ein Ort ist, wo widerständig sein eine hohe Bedeutung hat. Wissenschaft ist kritisch oder sie ist nicht. Ungerechtigkeit und Ursachen für Diskriminierung in der Gesellschaft müssen kritisch hinterfragt werden. Wissenschaft hat das Potenzial, diesem Anspruch gerecht zu werden und muss daher in antifaschistische Arbeit miteinbezogen werden. Die aktuellen Verhältnisse, in denen wir tagtäglich auf Rassismus, Chauvinismus und andere menschenverachtende Positionen stoßen, sind nicht alternativlos. Emanzipation durch Solidarität ist möglich. Handelt solidarisch und emanzipiert euch kooperativ! Für einen Campus ohne Sexismus, Nationalismus, Rassismus und andere Diskriminierungen! Für eine Gesellschaft der Solidarität – werdet aktiv und wehrt Euch!

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Was ist die Neue Rechte? http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/was-ist-die-neue-rechte/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/was-ist-die-neue-rechte/#comments Mon, 03 Nov 2014 12:33:38 +0000 Administrator Allgemein Zum Hintergrund http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/03/was-ist-die-neue-rechte/ „Die Bezeichnung „Neue Rechte“ beschreibt eine nicht klar zu umreißende Anzahl an Personen, Medien und Gruppen, die sich im Gegendiskurs zu 1968 verstehen und ihr ideologisches Vorbild in der Konservative Revolution finden. Ihr Ziel ist, die politische Hegemonie durch Beeinflußung kultureller Eliten zu erreichen, als deren sie sich selbst verstehen. Sie konzentrieren sich dementsprechend auf Metapolitik und nicht auf Tagespolitik oder Parteienlogik. Die Neue Rechte ist ein Mischspektrum, das die extreme Rechte und stark wertkonservatives Gedankengut vereint.“ (vgl. Glösel, Strobl, Bruns 2014: Die Identitären).

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Neue Rechte oder alter Konservatismus? Eine Auswertung. http://uniantifa.blogsport.de/2014/05/28/neue-rechte-oder-alter-konservatismus-eine-auswertung/ http://uniantifa.blogsport.de/2014/05/28/neue-rechte-oder-alter-konservatismus-eine-auswertung/#comments Wed, 28 May 2014 11:09:28 +0000 Administrator Allgemein Zum Hintergrund http://uniantifa.blogsport.de/2014/05/28/neue-rechte-oder-alter-konservatismus-eine-auswertung/ Im Wintersemester 2013/14 lief die Veranstaltungsreihe „Neue Rechte oder alter Konservatismus? Von Tradition und Heimat. Von Nationalismus und Rassismus“, organisiert von verschiedenen studentischen Gruppen, die an der Uni Hamburg aktiv sind. Das vorläufige Ende der Reihe wollen wir dazu nutzen, ein Fazit aus den gelaufenen Veranstaltungen zu ziehen.

Anlass der Veranstaltungsreihe war die zunehmende Präsenz von Strukturen der Neuen Rechten wie z.B. studentischen Verbindungen oder Gruppen wie „die Identitären“ im Kosmos Universität.
In Form von Flyern und Aktionen auf dem Campus oder in Seminaren sahen wir einen Wiederanstieg neu-rechter Aktivitäten und den Versuch, diese ins Campusleben zu integrieren. Ziel der Reihe war es über Aktivitäten und Ideologien der neuen Rechten an der Uni zu informieren und zu sensibilisieren. Im Fokus stand dabei immer auch ein Rückbezug auf gesellschaftliche Verhältnisse, die neu-rechte Ideologien möglich machen. In vielen Fällen stellen Positionen der neuen Rechten Schnittstellen von bürgerlicher Gesellschaft und extremer Rechter dar. Die Veranstaltungen sollten über Personen und Strukturen der Neuen Rechten in Hamburg aufklären sowie deren ideologische Hintergründe, historische Bezüge und Kontinuitäten sichtbar machen.

Wir glauben, eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe hinter uns zu haben. Nicht nur waren die Veranstaltungen mit jeweils zwischen 30 und 90 Personen gut besucht, auch ist es uns gelungen ein Publikum anzusprechen, welches nicht ausschließlich das ‚klassische Szenepublikum‘ darstellt und somit die Themen in eine ‚breitere Öffentlichkeit‘ zu tragen.  Es war uns wichtig, einen Beitrag zur Repolitisierung des Raumes Universität zu leisten und einen Grundstein für eine Auseinandersetzung mit reaktionären Positionen zu legen.

Inhaltlich hätten manche Veranstaltungen noch tiefgehender und differenzierter sein können. So blieb vor allem die Veranstaltung zu „Die Identitären – mit Flashmobs gegen den Untergang des Abendlandes“ sehr oberflächlich und schaffte es nicht die gewünschte Tiefe der Auseinandersetzung zu erlangen. An dieser Stelle sehen wir noch inhaltlichen Handlungsbedarf, den wir versuchen werden aufzugreifen.

Sollte die Reihe fortgesetzt werden, wollen und müssen wir stärker auf die Verteilung der Referierenden achten. So war unter den 7 Referierenden nur eine Frau*i (die zudem eine Veranstaltung zu Sexismus und Homophobie in Männerbünden und somit einem (nach wie vor) strukturell weiblich* konnotiertem Thema eingeladen wurde). Mit der Auswahl ansonsten ausschließlich männlicher* Referierender wurde die ohnehin starke männliche* Prägung des Diskurses um die Neue und die extreme Rechte von uns unkritisch aufgegriffen und fortgeführt.

Außerdem sind alle eingeladenen Referierenden Teil der weiß-deutschen Mehrheitsgesellschaft gewesen. Somit haben wir zum einen die enorme Unterrepräsentanz Schwarzer Akademiker*innen und Akademiker*innen of Color in linken wie in wissenschaftlichen Räumen reproduziert. Eine Reproduktion, die zur Folge hat, dass die Dominanz von weißen Definitions- und Deutungsansprüchen bestehen bleibt. Ein Problem, was insbesondere bei Analysen in Bezug auf Rassismus einer grundlegenden Veränderung bedarf, da es dem Kampf rassifizierter Menschen,
selbst Deutungshoheit über Bestimmungen und Definitionen von Rassismus zu erlangen, entgegen wirkt. Eine Situation, die sich nicht unmittelbar lösen lässt, die aber in linken und wissenschaftlichen Kontexten mehr Beachtung benötigt. An dieser Stelle wollen wir Selbstkritik üben, aber auch an andere appellieren. Dies ist kein Einzelfall in unserer Veranstaltungsreihe sondern repräsentativ für weite Teile des linken Diskurses in Deutschland, was es umso wichtiger macht, die auch darin hervortretenden Herrschafts- und Machtstrukturen kritisch zu betrachten und aufzubrechen.

Ziel unserer Veranstaltungsreihe war es, rechtes und rassistisches Gedankengut nicht nur bei neo-nazistischen und -faschistischen Strukturen zu verorten, sondern bekanntes Terrain zu verlassen und diese ominöse „Mitte der Gesellschaft“ und „Grauzone“ einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Aus unserer Sicht ist deutlich geworden, dass diese Herangehensweise zwingend in antifaschistische Arbeit einbezogen werden muss. Neo-Nazis sind keine separate Subkultur, sie sind verbunden mit rechten und rassistischen Positionen in der Mehrheitsgesellschaft, ihr Handeln findet immer wieder Legitimation in öffentlichen Darstellungen und staatlichem Handeln. In den Veranstaltungen – die ihr euch zeitnah auch noch mal im Internet anhören könnt – sind diese Überschneidungen deutlich geworden. Unser Credo zu Beginn der Reihe bleibt also bestehen: „Bei Befürwortung und Unterstützung rassistischer und faschistischer Tendenzen, bei Tolerierung oder Wegschauen von Aktivitäten der extremen Rechten wird Widerstand zur Pflicht. Die Veranstaltungen dieser Reihe mögen Ansatzpunkte für widerständiges Handeln liefern. […] Die aktuellen Verhältnisse, in denen wir tagtäglich auf Rassismus, Chauvinismus an andere menschenverachtende Positionen stoßen, sind nicht alternativlos. Emanzipation durch Solidarität ist möglich. Handelt solidarisch und emanzipiert euch kooperativ! Für einen Campus ohne Sexismus, Nationalismus, Rassismus und andere Diskriminierungen! Für eine Gesellschaft der Solidarität – werdet aktiv und wehrt Euch!“

Aktuell planen wir die Veranstaltungsreihe im Herbst weiter zu führen. Auch wenn sich der Fokus inhaltlich etwas verschiebt, werden wir versuchen an die vergangenen Veranstaltungen anzuknüpfen und planen auch die Veranstaltung „vom Nationalismus der Mitte zum Bürger-Mob“ in seiner ursprünglich geplanten Form zu wiederholen.

Danke für eure Teilnahme, euer Feedback und eure Unterstützung! Wir hoffen euch im Sommer wieder zu sehen. Weitere Ankündigungen findet ihr rechtzeitig auf dieser Seite!
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Die vergangenen Veranstaltungen gibt es jetzt auch zum Nachhören.

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