[04.12.2013] Patrick Schreiner zu ‚Nationalismus, Ausgrenzung und die Krise in Europa‘

„Wenn mit der neoliberalen Globalisierung die Staatsgrenzen als Regulierungsinstrumente in mancherlei Hinsicht an Bedeutung verlieren, so wird die ideologische Grenzziehung für die Konstitution der ‚Nation‘ umso wichtiger.“ Dies wird gerade auch im Zuge der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa einmal mehr deutlich. In oftmals brutaler Weise offenbart sich, welche Zusammenhänge zwischen Nationalismus, Ausgrenzung und Kapitalismus bestehen. Die aktuelle Verfasstheit des Kapitalismus – der Neoliberalismus – postuliert eine natürliche oder kulturelle Ungleichheit, um die aktuelle Kürzungs- und Austeritätspolitik zu legitimieren. Dies soll in diesem Vortrag insbesondere an einigen Beispielen aus dem Krisendiskurs in Deutschland aufgezeigt werden.
Patrick Schreiner ist Politikwissenschaftler, Publizist und Mit-Herausgeber des Buches „Nation – Ausgrenzung – Krise. Kritische Perspektiven auf Europa“.

04.12.2013, 18.30 Uhr: Patrick Schreiner zu ‚Nationalismus, Ausgrenzung und die Krise in Europa
In Raum S28 (im Erdgeschoss), Von-Melle-Park 9 (ehem. HWP), Universität Hamburg